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Was hat Biden in Genf erreicht?

CAMBRIDGE – Als US-Präsident Joe Biden und der russische Präsident Wladimir Putin letzten Monat in Genf ihr erstes Gipfeltreffen abhielten, spielten Cyberwaffen eine größere Rolle als Atomwaffen. Ganz offenkundig hat sich die Welt seit dem Kalten Krieg verändert, aber was - wenn überhaupt - hat Biden erreicht? 

Seit über zwei Jahrzehnten schlägt Russland ein Cyber-Abkommen vor. Doch die Vereinigten Staaten hielten einen derartigen Pakt für nicht überprüfbar. Anders als bei Atomwaffen kann der Unterschied zwischen einer Cyberwaffe und irgendeinem Computercode einfach nur von den Intentionen des Programmierers abhängen.

Anstelle eines Abkommens einigten sich Russland, die USA und 13 andere Staaten auf freiwillige, von Uno-gesponserten Regierungsexperten konzipierte Normen, die Angriffe auf die zivile Infrastruktur des jeweils anderen Landes verbieten, wobei auch unrechtmäßige Aktionen, die von deren Territorien ausgehen, keine Ausnahme bilden. Obwohl diese Normen im vergangenen Frühjahr bei den Vereinten Nationen bekräftigt wurden, stellen Skeptiker fest, dass Russland kurz nach seiner Zustimmung zu einem Bericht aus dem Jahr 2015 das ukrainische Stromnetz attackierte und sich in die US-Präsidentschaftswahl des Jahres 2016 einmischte.  

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