Die Finanzierung des Kampfes gegen den Klimawandel

PARIS – In den Entwicklungs- und Schwellenländern richtet der Klimawandel bereits jetzt erhebliche Schäden an. Vietnam beispielsweise hat jährliche Verluste in Höhe von 2% des BIP durch Naturkatastrophen gemeldet, von denen einige durch den Klimawandel verstärkt wurden. In Ländern wie Äthiopien, die von der Landwirtschaft abhängig sind, bedrohen längere Dürren und häufigere Überschwemmungen den Lebenserwerb und die Nahrungsmittelversorgung der Menschen.

Bei der Vorbereitung der internationalen Gemeinschaft auf die Klimawandelkonferenz der Vereinten Nationen in Paris im Dezember müssen die Finanzierungsquellen für den Kampf gegen den Klimawandel oberste Priorität haben. Entwicklungsbanken wie die Französische Entwicklungsagentur (AFD), deren Geschäftsführerin ich bin, sind in einer guten Position, um einen Beitrag leisten zu können.

Erstens können Entwicklungsbanken Projekte finanzieren, die sowohl der Entwicklung als auch der Umwelt helfen. Bei der Planung von Entwicklungsprojekten ist die globale Erwärmung heute ein wichtiger Einflussfaktor. Beispielsweise können die Effekte des Klimawandels die Infrastruktur beeinträchtigen – die Bewässerung in der Landwirtschaft, den öffentlichen Verkehr und fast alles andere. Auch steigende Einkommen – ein Ziel aller Entwicklungsbemühungen – führen fast immer zu höherem Konsum von Energie und natürlichen Ressourcen, was mehr Emissionen und weitere Erwärmung zur Folge hat.

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