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Entwicklungshilfe in fünf einfachen Schritten

NEW YORK ­­– Jedes Land, egal ob arm oder reich, sollte eine allgemeine medizinische Grundversorgung anbieten, zu der sichere Geburten, Ernährung, Impfungen, Malariakontrollen und klinische Leistungen gehören. Jedes Jahr sterben fast neun Millionen Kinder an vermeidbaren oder behandelbaren Krankheiten und fast 400.000 Frauen verlieren ihr Leben aufgrund von Komplikationen während der Schwangerschaft.

Fast alle diese Todesfälle ereignen sich in den ärmsten Ländern der Welt. Diesem Sterben ein Ende zu bereiten, würde nicht nur das Leiden verringern, sondern in verarmten und instabilen Gesellschaften auch zu ökonomischem Wohlstand führen. 

Das größte Hindernis dafür besteht darin, dass sich die ärmsten Länder eine solche Basisgesundheitsversorgung nicht leisten können, obwohl die Kosten pro Person dafür sehr gering sind. Aufgrund des Einsatzes von Impfungen, moderner Medikamente und Diagnostikmethoden, Mobiltelefonen und anderer neuer Technologien ist die medizinische Grundversorgung heutzutage überaus wirksam und auch sehr kostengünstig. Die Basisversorgung pro Person kostet in den ärmsten Ländern etwa 54 Dollar pro Jahr.

Aber aufgrund ihrer sehr niedrigen Einkommen können die ärmsten Länder nur etwa 14 Dollar pro Person aus ihren nationalen Budgets dafür aufwenden. Es bedarf daher finanzieller Hilfe aus anderen Ländern, um die restlichen etwa 40 Dollar pro Person und Jahr aufbringen zu können. Da ungefähr eine Milliarde Menschen noch immer keine medizinische Grundversorgung haben, beträgt die jährlich notwendige Gesamtsumme rund 40 Milliarden Dollar. Ausländische Geber – wie die Vereinigten Staaten, die Europäische Union und Japan – stellen momentan etwa ein Drittel, also etwa 14 Milliarden Dollar, jährlich zur Verfügung.