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Wird die Deglobalisierung die Inflation anheizen?

MÜNCHEN – Inflation scheint heutzutage in aller Munde zu sein. Die Debatte dreht sich in der Regel darum, ob die massiven geld- und fiskalpolitischen Anreize der USA die Inflationserwartungen dämpfen und die Preise außer Kontrolle geraten lassen werden. Aber es gibt noch einen anderen Trend, der ebenfalls einen Inflationsdruck erzeugen könnte: die Deglobalisierung.

Seit der globalen Finanzkrise 2008 findet eine Deglobalisierung statt. Doch die Coronavirus-Pandemie hat diesen Trend erheblich beschleunigt. Anhand von Daten aus der Finanzkrise sagen Kemal Kilic und ich voraus, dass der COVID-19-Schock wahrscheinlich zu einem Rückgang der grenzüberschreitenden Wertschöpfungsketten um 35 % führen wird – dem Hauptfaktor der Globalisierung in den letzten drei Jahrzehnten.

Eine kürzlich durchgeführte Umfrage des Münchner ifo-Instituts stützt diese Schlussfolgerung. Die Studie ergab, dass etwa 19 % der deutschen Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes planen, ihre Produktion wieder nach Deutschland zu verlagern. Zwölf Prozent davon planen, Vorleistungen von deutschen Zulieferern zu beziehen und 7 % selbst produzieren.

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