William West/Getty Images

Das Ende der Weltnaturerbe-Stätten

SAN FRANCISCO, KALIFORNIEN – Der Klimawandel hat ein weiteres Opfer gefordert. Beinahe ein Viertel der Korallen im Weltnaturerbe-Bereich des australischen Great Barrier Reefs – eines der prächtigsten und komplexesten Ökosysteme der Welt – ist dieses Jahr an der schlimmsten jemals dokumentierten Massen-Korallenbleiche zugrunde gegangen. Selbst in den weit nördlich gelegenen Ausläufern des Riffs, die sich in ausreichender Entfernung von menschlichen Aktivitäten wie Küstenentwicklung befinden und wo es möglich sein sollte,  die Gesundheit der Korallen größtenteils zu erhalten, starben unglaubliche 50 Prozent der Korallen ab.  

Die überdurchschnittlich hohen Meerestemperaturen, die eine derartige Bleiche auslösen, sind durch den Klimawandel 175-mal wahrscheinlicher geworden. Da der Ozean weiterhin Wärme aus der Atmosphäre aufnimmt, werden Korallenbleichen von der Art wie sie die Bestände im Great Barrier Reef dezimierten, wohl noch häufiger und in verheerenderem Maße auftreten -  von anderen, durch steigende Temperaturen verursachte zerstörerische Phänomene ganz zu schweigen.

Die Zukunft dieser unschätzbar wertvollen Welterbe-Stätten – und eigentlich unseres ganzen Planeten – hängt von der unmittelbaren Verringerung der für den Klimawandel verantwortlichen Treibhausgasemissionen ab. Allerdings versagen viele der für den Schutz dieser Weltnaturerbe-Stätten innerhalb ihrer Landesgrenzen zuständigen Regierungen nicht nur, wenn es darum geht, entschlossene Klimaschutzmaßnahmen zu ergreifen. Vielmehr verfolgen sie auch noch aktiv schmutzige Energieprojekte wie die Errichtung von Kohlebergwerken und Kohlekraftwerken.

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