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Nationale Datenstrategien: Jetzt oder nie

CAMBRIDGE – Alle scheinen sich einig zu sein, dass Daten eine grundlegende Rolle in der Wirtschaft der Zukunft spielen werden, sei es durch Gesundheitsforschung, intelligente Energienetze, autonome Fahrzeuge oder andere Innovationsbereiche. Das Problem ist, dass niemand genau weiß, wie die neuen Formen des wirtschaftlichen Nutzens entstehen werden, wer davon profitieren wird oder wie die gesetzgeberische Antwort aussehen soll. Neben der Begeisterung über die Macht von Big Data gibt es zunehmend Bedenken über deren Missbrauchspotenzial, etwa im Falle der Gesichtserkennung und anderer Anwendungen, die eine erhebliche Erosion der Privatsphäre mit sich bringen.

Auf jeden Fall ist die jährlich erzeugte Datenmenge in einem atemberaubenden Tempo gewachsen und hat sich Schätzungen zufolge in nur fünf Jahren vervierfacht. Angesichts dieses Wachstumstempos hat die Sicherstellung, dass die Datenexplosion den Interessen der Gesellschaft dient, neue Dringlichkeit gewonnen. Doch es ist noch zu wenig darüber bekannt, wer über welche Daten verfügt, oder über den potenziellen Wert einiger Arten von Daten im Vergleich zu anderen.

In wirtschaftlicher Hinsicht unterscheiden sich Daten grundlegend von den meisten anderen Waren und Dienstleistungen wie etwa Autos, Haarschnitte und Erdöl. Vor allem zwei Merkmale von Daten erschweren die Beurteilung ihres Wertes, während sie gleichzeitig den Unterschied zwischen ihrem potenziellen Wert für die Gesellschaft und ihrem Wert auf dem privaten Markt hervorheben.

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