guinto1_ALREN BERONIOAFP via Getty Images_typhoon philippines Alren Beronio/AFP via Getty Images

Pandemie-Politik muss Klimapolitik sein

CALAMBA – Während sich die Welt auf die Corona-Krise konzentriert, schreitet der Klimawandel weiter voran. Die Folgen sind verheerend und werden noch schlimmer – und davon ist auch die Reaktion auf die Pandemie betroffen.

Es besteht kein Zweifel, dass Naturkatastrophen infolge des Klimawandels an Häufigkeit und Intensität zunehmen. Allein in diesem Jahr hatte Australien mit den zerstörerischsten Buschfeuern zu kämpfen, die es je gegeben hat. Die ostafrikanischen Länder müssen sich der schlimmsten Heuschreckenplage seit Jahrzehnten erwehren. Die Salomon-Inseln, Vanuatu, Fidschi und Tonga wurden von einem tropischen Wirbelsturm der Kategorie 5 getroffen. Europa hat unter einer Hitzewelle mit Rekordtemperaturen gelitten. Mein Land, die Philippinen, wurde von starken Überschwemmungen heimgesucht, und die Taifunsaison ist noch lange nicht vorbei.

Wissenschaftler warnen vor der Überschneidung solcher Gefahren mit dem Ausbruch von Covid-19 und der Reaktion des Gesundheitswesen, unter anderem aufgrund der steigenden Belastung der Gesundheitssysteme, der schwindenden Ressourcen für Notfallmaßnahmen und der eingeschränkten Fähigkeit Abstandsregeln einhalten zu können. Diese Gefahren werden die sich anbahnende Wirtschaftskrise und die seit langem bestehenden sozioökonomischen Ungleichheiten sowohl innerhalb der Länder als auch zwischen den Regionen verschärfen und umgekehrt von diesen verschärft werden.

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