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Tödliche Bedrohung COVID-19-Isolationismus

BERLIN – Unter Präsident Donald Trump bemühen sich die USA nicht aktiv um eine Zusammenarbeit mit anderen Ländern bei der Bekämpfung von COVID-19. Dies führt zu einer Fragmentierung der Kräfte im globalen Kampf gegen das Coronavirus. Deutlich mehr als der Streit zwischen den USA und Europa über die Rolle der NATO zeigt die Funkstille zwischen beiden Seiten in Bezug auf die Pandemie, dass von einer transatlantischen Gemeinschaft kaum noch die Rede sein kann.

Noch schlimmer ist, dass die USA auf Verschwörungstheorien verfallen. Genau wie China behauptet, das Coronavirus sei in US-Militärlaboratorien entwickelt worden, um Chinas Aufstieg zu behindern, nennt die Trump-Regierung COVID-19 das „chinesische Virus“ und facht so geopolitische Ressentiments an.

Zugleich versucht China, sich in der Krise durch Hilfen gegenüber schwer getroffenen Ländern zu profilieren. Es sind nicht die USA oder Europa, die Italien, Spanien oder Afrika derzeit am stärksten unterstützen; es ist China, das Ärzteteams und medizinische Versorgungsgüter geschickt hat. Man konnte selten so klar beobachten, wie China den Westen als globale Führungsmacht verdrängt.

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