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Die Pandemie muss die globale Landwirtschaft verändern

NEW YORK/ROM – Die COVID-19-Pandemie sollte uns anspornen, neu zu definieren, wie wir die Menschheit ernähren. Die Welt hat nun die einmalige Gelegenheit, langfristige Maßnahmen zu ergreifen, um eine gesündere Ernährung zu fördern, die Landwirte zu ermutigen, eine breitere Palette an Nahrungsmitteln zu produzieren und die Zusammenarbeit zwischen den Bereichen öffentliche Gesundheit, Ernährung und Landwirtschaft zu stärken. Und die Agrarforschung kann eine entscheidende Rolle dabei spielen, die Lebensmittelsysteme umzugestalten und sie nachhaltiger und widerstandsfähiger zu machen.

Dass eine Veränderung notwendig ist, ist klar. Zunächst einmal ist eine ungesunde Ernährung einer der Hauptrisikofaktoren im Zusammenhang mit COVID-19-Todesfällen. Das SARS-CoV-2-Virus betrifft unverhältnismäßig viele übergewichtige Menschen, Diabetiker und Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen – all dies steht in Verbindung mit schlechter Ernährung.

Diese Krise hat auch die extreme Anfälligkeit des globalen Ernährungssystems offenbart. Sozialdistanz und Abriegelungsmaßnahmen zur Verhinderung der Ausbreitung des Virus haben das Einkommen der Menschen und damit die weltweite Nachfrage nach Nahrungsmitteln erheblich reduziert. Der daraus resultierende Rückgang der Lebensmittelpreise zwischen Januar und Mai 2020 hat die Lebensgrundlage von Hunderttausenden von Kleinbauern auf der ganzen Welt stark beeinträchtigt.

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