krueger34_Jessica RinaldiThe Boston Globe via Getty Images_covid vaccine Jessica Rinaldi/The Boston Globe via Getty Images

Können die armen Länder Bietergefechte um Impfstoffe vermeiden?

WASHINGTON, DC – Die Welt hat für das kommende Jahr das bestmögliche Geschenk erhalten. Die Entwicklung sicherer und wirksamer Impfstoffe gegen COVID-19 in derart kurzer Zeit ist fast so etwas wie ein medizinisches Wunder und weist auf ein Ende der Krise hin, die 2020 bestimmt hat.

Doch ist das Tempo, mit dem wir die Pandemie beenden werden, von drei Faktoren abhängig. Der erste ist das Ausmaß der fortgesetzten Einhaltung empfohlener Sicherheitsmaßnahmen wie dem Tragen von Masken, der Beachtung von Abstandsregeln, der Vermeidung von Menschenmassen und dem Händewaschen. Der zweite ist unsere Fähigkeit, die vielen Logistik- und Vertriebsherausforderungen der weltweiten Verabreichung des Impfstoffes zu bewältigen. Und der dritte ist der Zugriff auf Impfstoffe für die armen Länder. Die Pandemie wird solange nicht enden, bis das Coronavirus überall besiegt ist.

Es sind bereits Bemühungen hierzu im Gange. So bemüht sich etwa COVAX, ein Bündnis aus 172 Ländern (aber ohne Beteiligung der USA), „einen raschen, fair und gerechten Zugriff“ auf Impfstoffe „für Menschen in allen Ländern“ zu garantieren. Das unter gemeinsamer Leitung der Impfallianz Gavi, der Coalition for Epidemic Preparedness Innovations und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) stehende Bündnis hat bereits Übereinkünfte mit neun Pharma-Entwicklern getroffen, um Impfstoffe zu beziehen, sobald diese zugelassen sind. Den größten Beitrag zu dieser Anstrengung – bis dato 850 Millionen Euro – haben bisher die Europäische Union und einzelne EU-Mitgliedstaaten geleistet, gefolgt von der Bill & Melinda Gates Foundation und anderen wichtigen Spendern.

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