Korruption und Liberalisierung

Korruption ist eine der vorherrschenden Krankheiten Afrikas. In Anbetracht von Präsident Obasanjos hochgesinntem, aber gescheitertem Kampf, die Korruption einzudämmen, ist sie für die näher rückenden Präsidentschaftswahlen in Nigeria sogar ein Schlüsselthema. Die Winde der Globalisierung sollten die Spinnweben der Bestechung und Unwirtschaftlichkeit eigentlich davontragen. Der Harvard-Politikwissenschaftler Devesh Kapur deutet darauf hin, warum dies nicht der Fall ist.

Schließen Sie den Staat von direkten wirtschaftlichen Tätigkeiten aus, schränken Sie seinen Ermessensspielraum ein, und sowohl die wirtschaftliche Leistung als auch die Regierungsführung werden sich verbessern. Man lässt die Entwicklungsländer seit Jahren nicht damit in Ruhe. Indem die Wirtschaft für internationalen Wettbewerb und internationale Institutionen geöffnet wird, sollen Regierungen angeblich disziplinierter werden, weil internationales Finanzkapital über sie wacht.

Es hat zweifellos Vorzüge, wenn die Größe von Regierungen geschrumpft wird und sie sich weniger einmischen können. Uganda ist ein einschlägiger Fall, dass so schnelle Ergebnisse erzielt werden können. Dennoch ist weder die öffentliche Korruption auf die Art und Weise zurückgegangen, wie die Förderer der Liberalisierung behauptet haben, noch hat sich die Regierungsführung in den meisten Ländern merklich zum Besseren gewandelt. Warum?

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