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Die Konturen der US-Steuerreform

CAMBRIDGE – In den Vereinigten Staaten steht 2017 eine umfangreiche Steuerreform ganz oben auf der Tagesordnung. Das von den Republikanern kontrollierte Repräsentantenhaus hat die Vorbereitungen dafür bereits vor Jahren eingeleitet und detaillierte Pläne zur Überarbeitung des Besteuerungssystems für Einkünfte von Unternehmen und Einzelpersonen vorgelegt. Angesichts einer republikanischen Mehrheit im Senat und eines republikanischen Präsidenten im Weißen Haus können diese Pläne nun als Grundlage für legislative Maßnahmen dienen.

Von besonderer Bedeutung ist dabei die vorgeschlagene Reform der Unternehmensbesteuerung. Ich bin der Ansicht, dass sie sich überaus günstig auf Unternehmensinvestitionen auswirken wird und damit für einen Anstieg der Produktivität und des gesamtwirtschaftlichen Wachstums sorgen wird. Außerdem werden die neuen steuerlichen Regelungen erhebliche Auswirkungen auf ausländische Volkswirtschaften haben.

Obwohl keine Garantie besteht, dass die vorgeschlagenen Änderungen auch so in Kraft treten, werden die voraussichtlichen Konturen des Steuerpakets nun deutlich. Es besteht aus vier zentralen Komponenten.

Niedrigerer Steuersatz auf Unternehmensgewinne. Der aktuelle Steuersatz von 35 Prozent ist der höchste unter allen Industrieländern. Die Republikaner im Repräsentantenhaus und die Trump-Administration planen, diesen Steuersatz zu halbieren, wodurch man eine Verlagerung des Kapitals aus den Bereichen Immobilien, nicht eingetragene Unternehmen und ausländische Beteiligungen in Richtung Unternehmensinvestitionen erreichen könnte.