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Abwendung einer globalen Wasserkrise

CAMBRIDGE – Aufgrund des Bevölkerungswachstums und des zunehmenden Wohlstands verdoppelt sich der Süßwasserbedarf auf der Welt alle 20 Jahre. Doch Umweltverschmutzung, Klimawandel und das Eindringen von Meerwasser in Grundwasser führen dazu, dass sich Süßwasservorräte mit der gleichen Geschwindigkeit vermindern. Zeichnet sich also eine globale Wasserkrise ab? 

Glücklicherweise erscheint die Situation nicht derart bedrohlich. Das soll nicht heißen, dass wir es nicht mit einer Verknappung der Süßwasservorräte zu tun haben. Wird nichts dagegen unternommen, könnte es zu gröberen Verwerfungen für die menschliche Gesellschaft kommen.

Vielfach wird argumentiert, dass sich Wasser von anderen Ressourcen wie Öl unterscheidet, weil Wasser in den meisten Fällen nicht ersetzt werden kann (vor allem beim Anbau von Nahrungsmitteln). Außerdem handelt es sich bei Wasser im Wesentlichen um eine unveränderliche Ressource, wenn auch um eine, die sich jedes Jahr erneuert.

Auf der Erde gibt es ungeheure Wasservorräte, aber das meiste davon in Form von salzigem Meerwasser und brackigem Grundwasser. Es stehen zwar enorme Süßwasservorräte zur Verfügung, aber das meiste ist in Eis und Gletschern gebunden und nur ein kleiner Prozentsatz ist verfügbar, wenn wir es brauchen. Außerdem ist das Wasserangebot je nach Region und innerhalb von Ländern sehr unterschiedlich. In unregelmäßigen Abständen kommt es zu Überschwemmungen und Dürreperioden.