Kokain: Europas Modedroge

Die europäische Politik muss sich endlich ernsthaft mit Europas Kokainproblem auseinandersetzen. Die „weiße Dame“ ist dabei, eine stetig wachsende Zahl von Europäern zu verführen, und weiter die Augen vor der Realität zu verschließen, wird die Folgen nur verschlimmern.

Früher war Kokain ein amerikanisches Problem, und zwar von solchem Ausmaß, dass die USA eine umfangreiche Kampagne gegen die Crackhändler und -konsumenten in den Innenstädten, die Drogenschmuggler und die Lieferanten in den Anden starteten. Inzwischen jedoch ist die Nachfrage nach Kokain in den meisten Teilen der Welt stabil oder fällt sogar. Der Coca-Anbau konnte in den vergangenen fünf Jahren um ein Viertel verringert werden, und die Menge des beschlagnahmten Kokains hat sich nahezu verdoppelt. Ein Anteil von sage und schreibe 42% des weltweit im Umlauf befindlichen Kokains konnte 2005 beschlagnahmt werden.

Nur in Europa geht der Trend in die andere Richtung. Hier nimmt der Kokainkonsum zu, und zwar insbesondere in Spanien, Großbritannien und Italien. Es gibt zahlreiche Belege dafür, wie etwa auf Banknoten oder im Wasser festgestellte Spuren von Kokain.

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