Über die Unmoral der Kohle

SYDNEY – Die Aussichten auf eine Einigung bei der Klimawandelkonferenz der Vereinten Nationen im Dezember in Paris scheinen an Schwung zu gewinnen. Dieser Optimismus wird von der klaren Erkenntnis begleitet, dass die Verwendung fossiler Brennstoffe weltweit so schnell wie möglich aufhören muss. Sogar die Idee, die Treibhausgasemissionen bis 2050 auf Null zu bringen, gewinnt allgemein an Akzeptanz.

Die Vorreiter werden bereits aktiv: Universitäten, Pensionsfonds, Kirchen, Banken und sogar die Erben des Rockefeller-Ölvermögens ziehen ihr Geld aus Investitionen in fossile Energien ab oder erwägen dies – eine Möglichkeit, die aufgrund der schnell fallenden Kosten erneuerbarer Energien immer attraktiver wird.

Ein Sektor allerdings bleibt bei diesen Fortschritten außen vor. Die Kohleindustrie scheint wild entschlossen, auf Kosten der globalen Umwelt um ihre Profite kämpfen zu wollen. Auf perverse Weise versucht sie hartnäckig, sich durch ihre Behauptung, Kohle sei zur Beendigung der Energiearmut entscheidend, moralisch ins rechte Licht zu setzen.

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