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Die Überwindung journalistischer Defizite in Afrika

In den letzten 25 Jahren hat man in Afrika sowohl im Bereich Regierungsführung als auch in den Medien ermutigende Fortschritte vorzuweisen. Afrika hat nicht nur die schlimmsten Altlasten des Kolonialismus, sondern auch die rigorosen Zwänge des Kalten Krieges überwunden. Alte Dogmen wurden durch einen neuen Pragmatismus ersetzt – eine neue Freiheit, die Innovationen und Unternehmungen ermöglicht und afrikanische Antworten auf afrikanische Herausforderungen findet.

Afrika hat in diesen Jahren viel über Demokratie gelernt, sowohl über ihre Zerbrechlichkeit als auch deren Potenzial. In zunehmenden Maße erwartet man friedliche Regierungswechsel, regionale Kooperationen sowie Aufmerksamkeit für die Fähigen und Strafen für die Korrupten. Der Fortschritt reicht auch über die nationale Ebene hinaus. Die Wirtschaftskommission für Afrika kommt in ihrem jüngsten Bericht zu folgendem Schluss: „ Die Zivilgesellschaft und die Medien haben sich in den letzten zehn Jahren der demokratischen Reformen mehr Gehör verschaffen können und ihre Stellung ausgebaut.“

In vielen Bereichen, vor allem in den Medien, hat man allerdings noch immer einen langen Weg vor sich.

Respekt vor der Pressefreiheit resultiert aus dem Respekt für Pluralismus als Grundstein für Frieden und Fortschritt. Pluralismus impliziert die Bereitwilligkeit, vielen Stimmen Gehör zu schenken – ob man deren Ansichten nun teilt oder nicht – und den Willen, kulturelle Vielfalt gutzuheißen.