thunberg1_EMMANUEL DUNANDAFP via Getty Images_climateprotestkids Emmanuel Dunand/AFP via Getty Images

Warum wir wieder streiken

MADRID – Seit über einem Jahr streiken Kinder und Jugendliche aus aller Welt für das Klima. Wir haben eine Bewegung ins Leben gerufen, die allen Erwartungen trotzte und Millionen Menschen leihen diesem Anliegen nicht nur ihre Stimme, sondern würdigen es auch mit ihrer physischen Anwesenheit. Wir haben das nicht getan, weil es unser Traum war, sondern weil wir niemanden sahen, der etwas zur Sicherung unserer Zukunft unternahm. Doch trotz der lautstarken Unterstützung, die wir von vielen Erwachsenen erhielten – darunter auch von einigen der mächtigsten Führungspersönlichkeiten dieser Welt – sehen wir noch immer niemanden.

Wir haben uns nicht für den Streik entschieden, weil wir das reizvoll finden; wir machen es, weil wir keine anderen Optionen erkennen. Wir haben eine Reihe von Klimakonferenzen der Vereinten Nationen mitverfolgt. In unzähligen Verhandlungen legten die Regierungen vielfach hochgejubelte, aber letztlich inhaltsleere Bekenntnisse ab – und zwar dieselben Regierungen, die es Unternehmen aus dem Bereich fossiler Brennstoffe ermöglichen, noch mehr Öl und Gas zu fördern und für ihren Profit unsere Zukunft zu verbrennen.

Politiker und Unternehmen aus dem Bereich fossiler Brennstoffe wissen seit Jahrzehnten um den Klimawandel. Und trotzdem lässt die Politik die Profiteure in ihrem Streben nach dem schnellen Geld, das unsere Existenz zu vernichten droht, weiterhin die Ressourcen des Planeten ausbeuten und seine Ökosysteme zerstören.

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