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Die Antwort der Natur auf Klimarisiken

LONDON – Fast die Hälfte der Weltbevölkerung – rund 3,5 Milliarden Menschen – lebt in Küstennähe. Da sich die Auswirkungen von Stürmen, Überschwemmungen und Erosion aufgrund des Klimawandels verschlimmern, sind das Leben und die Existenzgrundlage Hunderter von Millionen Küstenbewohner bedroht. Tatsächlich wird mangelnde Anpassung an die Auswirkungen des Klimawandels in der jüngsten Ausgabe des Welt-Risiko-Berichts des Weltwirtschaftsforums als folgenschwerste Gefahr für Gesellschaften und Volkswirtschaften weltweit benannt.

Häufigere und stärkere Stürme gefährden nicht nur Menschenleben, sondern können darüber hinaus aufgrund von Infrastrukturschäden und Einnahmeausfällen in der Landwirtschaft, in der Fischerei und im Tourismus viele Milliarden Dollar kosten. Und die prognostizierten Kosten werden mit jeder neuen Studie höher, wie das Managementmagazin Harvard Business Reviewunlängst festgestellt hat. Dennoch gibt die internationale Gemeinschaft derzeit weniger als ein Fünftel dessen, was sie für die Bewältigung von Naturkatastrophen ausgibt, für Risikominderung aus.

Wenn es um Klimarisiken geht, ist Prävention mehr wert als Anstrengungen zur Behebung des Schadens. Oder wie Rebecca Scheurer, Direktorin des Red Cross Global Disaster Preparedness Center (US-Zentrum für globale Katastrophenvorsorge des Roten Kreuzes), es ausdrückt: „Wir geben Millionen von Dollar für die Bewältigung aus, und wenn wir mehr von diesem Geld vorab investieren würden, würden wir mehr Leben retten. So einfach ist das.“

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