A Somalian refugee helps to dig a latrine on the outskirts of the IFO refugee camp Oli Scarff/Getty Images

Der Schutz der Klimaflüchtlinge

JOHANNESBURG – Regierungen aus der ganzen Welt führen momentan Gespräche, die den Umgang mit Menschen, die sich über Grenzen hinweg bewegen, grundlegend verändern könnten. Einer der Dialoge beschäftigt sich dabei mit dem Schutz von Flüchtlingen, und der andere mit der Migration.

Diese Diskussionen, die von den Vereinten Nationen geleitet werden, werden keine rechtlich bindenden Abkommen zur Folge haben. Aber die Gespräche selbst sind eine einzigartige Chance, über die Migrationsprobleme der heutigen Zeit einen Konsens zu erreichen. Und, wichtiger noch, sie geben der internationalen Gemeinschaft die Möglichkeit, die Auswirkungen des Klimawandels zu berücksichtigen, der bald einer der Hauptgründe für globale Vertreibung und Migration sein wird.

Laut aktuellen Schätzungen gibt es weltweit etwa 258 Millionen Migranten. und 22,5 Millionen Menschen sind beim UN-Flüchtlingsbüro als Flüchtlinge registriert. Selbst wenn sich das Klima nur so stark erwärmt, wie es die gemäßigten Szenarien erwarten lassen, werden diese Zahlen zukünftig erheblich steigen. Laut der Internationalen Organisation für Migration könnte der Klimawandel bis 2050 nicht weniger als eine Milliarde Menschen heimatlos machen. Und trotzdem gibt es noch kein internationales Abkommen, das sich mit klimatisch verursachter Migration beschäftigt – eine Lücke, die jetzt geschlossen werden muss.

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