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China – die kommende Weltmacht und die „asiatischen Werte“

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Die Volksrepublik China, wird die Welt des 21. Jahrhunderts dominieren, daran kann es bereits heute angesichts der Faktenlage kaum noch vernünftige Zweifel geben: Die rasante Modernisierung des Landes, sein strategisches Potential mit seinen 1,3 Mrd. Menschen, sein schnelles Wirtschaftswachstum in Verbindung mit seinem riesigen Binnenmarkt und seiner Rolle als verlängerter Werkbank der Weltwirtschaft, seine Investitionen in Infrastruktur und Forschung und Entwicklung und seine massive militärische Aufrüstung werden diese Konsequenz haben. Und man vergesse nicht, dass die weitaus schlimmere Alternative ein Scheitern dieses Aufstiegs wäre!

Machtpolitisch und wirtschaftlich wird das 21. Jahrhundert ein ost- und südostasiatisches sein, das zeigen bereits heute alle wichtigen Parameter. Wie aber wird sie darüber hinaus aussehen diese Welt? Und was wird diese chinesische Zukunft für den Rest der Welt bedeuten? Auf welche Macht sie sich stützen wird ist bereits heute absehbar, aber auf welche Werte wird diese Welt sich gründen?

Die vier „Modernisierungen“ (Industrie, Landwirtschaft, Militär, Wissenschaft und Technik), auf denen der chinesische Aufstieg seit dem Ende der 70er Jahre des 20. Jahrhunderts im Wesentlichen beruht, geben auf diese Frage nach den Werten keine Antwort, da die „fünfte Modernisierung“ bis heute fehlt: Demokratie und Rechtsstaat. Was also wird das Wertefundament der chinesischen Weltmacht und des asiatischen Jahrhunderts sein?