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Great Wall of China

Die chinesische Wirtschaftsmauer

WASHINGTON, DC – Durch den jüngsten Wertverlust der chinesischen Währung, des Renminbi, der auf den chinesischen Aktienmärkten für Tumulte gesorgt und die Regierung dazu gebracht hat, letzte Woche zweimal den Handel auszusetzen, wird ein großes Problem des Landes verdeutlicht: Wie können die wirtschaftlichen Verpflichtungen im Inland mit denen im Ausland in Einklang gebracht werden? Der Weg, den die Behörden dabei gehen, wird auf die Gesundheit der Weltwirtschaft einen entscheidenden Einfluss haben.

Durch die weltweite Finanzkrise von 2008 und die darauf folgende enttäuschende Erholung der Industrieländer erhielten die Bemühungen Chinas, sein an Investitionen und Auslandsnachfrage ausgerichtetes Wachstumsmodell auf die Grundlage des Inlandskonsums zu stellen, eine neue Dringlichkeit. Einen solchen strukturellen Wandel zu steuern, ohne dabei einen starken Rückgang des Wirtschaftswachstums zu verursachen, wäre für jedes Land schwer. Und für ein Land von der Größe und Komplexität Chinas ist die Herausforderung noch größer, insbesondere angesichts des aktuell schwachen Wachstums der Weltwirtschaft.

Jahrelang hat die chinesische Regierung versucht, das Eigentum an Vermögenswerten breiter zu streuen und damit mehr chinesische Bürger an einem erfolgreichen Übergang zur Marktwirtschaft zu beteiligen. Aber ebenso wie die Vereinigten Staaten bei ihren Bemühungen um mehr Hauseigentümer in den Jahren vor der Krise von 2008 ist die chinesische Politik zu weit gegangen. Es entstand eine finanziell nicht nachhaltige Situation, die zu großen Preisrückgängen und Verwerfungen führen kann.

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