China's Tibet Autonomous Region Xinhua/Purbu Zhaxi via Getty Images

Tibet muss wieder auf die Tagesordnung

WASHINGTON, DC – Als Peking 2001 als Gastgeber der Olympischen Sommerspiele von 2008 ausgewählt wurde, waren die Erwartungen hoch, dass Chinas Verhalten im Bereich der Menschenrechte sich im internationalen Rampenlicht verbessern würde. Selbst chinesische Regierungsvertreter prognostizierten einen Wandel; Pekings Bürgermeister äußerte damals, die Ausrichtung der Spiele würde „sich zugunsten der weiteren Entwicklung unserer Sache der Menschenrechte auswirken“.

Doch zehn Jahre später bleibt China eines der illiberalsten Länder der Welt. Ethnische Minderheiten werden ins Visier genommen, Kritiker des Regimes landen im Gefängnis, und Reformversprechen waren bisher praktisch bedeutungslos. Als tibetischer politischer Dissident bin ich ein lebender Beweis für diese Realität.

Im Dezember 2017 kam ich nach mehr als sechsjähriger Haft in chinesischen Gefängnissen in den USA an. Ich erlitt Prügel und Folter wegen des „Verbrechens“, Tibeter nach ihrer Meinung über die chinesische Führung gefragt zu haben.

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