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China muss weiter auf expansive Wirtschaftspolitik setzen

PEKING – Die chinesische Wirtschaft wuchs im vierten Quartal 2020 um 6,5% und lieferte damit ein starkes Indiz dafür, dass sie sich vom Covid-19-Schock erholt hat. Der Marktkonsens geht davon aus, dass das BIP-Wachstum aufgrund von Basiseffekten im ersten Quartal 2021 auf mehr als 18% gegenüber dem Vorjahr hochschnellte und in den verbleibenden drei Quartalen des Jahres stetig sinken wird, bevor es sich schließlich stabilisiert.

In seiner Rede auf der diesjährigen Sitzung des Nationalen Volkskongresses im vergangenen Monat verkündete Ministerpräsident Li Keqiang, dass Chinas Wachstumsziel für 2021 „über 6%“ liegt. Während die Wachstumsdynamik der Wirtschaft im Moment stark aussieht, gibt es Anzeichen dafür, dass China riskiert, die Fiskal- und Geldpolitik zu früh zu straffen.

Nach Angaben des Finanzministeriums werden die allgemeinen Haushaltseinnahmen in diesem Jahr um 8,1% steigen, während die allgemeinen Haushaltsausgaben nur um 1,8% wachsen werden. Es kommt selten vor, dass die Staatsausgaben so viel langsamer wachsen als die Haushaltseinnahmen. Und obwohl die von der Regierung für 2021 geplante Emission von Staatsanleihen in Höhe von 7,2 Billionen CN¥ (1,1 Billionen US-Dollar) immer noch hoch ist, ist sie wesentlich geringer als die 8,5 Billionen CN¥, die im letzten Jahr emittiert wurden. Gleichzeitig dürfte die chinesische Zentralbank People's Bank of China (PBoC) ihren geldpolitischen Kurs beibehalten, wenn nicht sogar straffen.

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