A television journalist stands on a ladder NICOLAS ASFOURI/AFP/Getty Images

Chinas Soft Power und Sharp Power

CAMBRIDGE – China hat Milliarden von Dollars investiert, um seine „Soft Power“ zu steigern. Doch in letzter Zeit ist es in den demokratischen Ländern Gegenwind ausgesetzt. Ein neuer Bericht von National Endowment for Democracy argumentiert, dass wir das Konzept der Soft Power neu überdenken müssen, weil „das seit Ende des Kalten Krieges verwendete konzeptionelle Vokabular der derzeitigen Situation nicht mehr angemessen zu sein scheint“.

Der Bericht beschreibt die neuen autoritären Einflüsse, die derzeit überall auf der Welt als „Sharp Power“ zu spüren sind. Ein aktueller Leitartikel in der Zeitschrift The Economist definiert „Sharp Power“ über ihre Abhängigkeit von „Zersetzung, Schikanen und Druck, die zusammenwirken, um Selbstzensur zu fördern“. Während Soft Power die Attraktivität von Kultur und Werten nutzt, um die Stärke eines Landes zu mehren, hilft Sharp Power autoritären Regimen, zu Hause ein bestimmtes Verhalten zu erzwingen und im Ausland die Meinungsbildung zu manipulieren.

Der Begriff „Soft Power“ – die Fähigkeit, andere durch Attraktivität und Überredung statt durch die harte Macht von Zwang und Bezahlung zu beeinflussen – wird manchmal verwendet, um jede Ausübung von Macht zu beschreiben, die nicht den Einsatz von Gewalt beinhaltet. Aber das ist falsch. Macht hängt manchmal davon ab, wessen Armee oder Wirtschaft siegt, aber sie kann auch davon abhängen, wessen „Geschichte“ siegt.

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