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Chinas unvermeidlicher finanzieller Aufstieg

SHANGHAI – Historisch betrachtet haben die mächtigsten Länder der Welt meist eine Sache gemeinsam gehabt: ihre Größe. Auch wenn ein großer Markt noch keine Dominanz in anderen Bereichen garantiert, ist er doch sicherlich hilfreich – vielleicht mehr als jeder andere einzelne Faktor. Dies galt für die Vereinigten Staaten, und jetzt gilt es auch für China. Über seinen Status als führende Wirtschafts- und Handelsmacht hinaus wird das Land zunehmend – und unaufhaltsam – zu einer globalen Finanzmacht.

Irgendwie haben dies zu viele Ökonomen im Westen nicht kommen sehen. Noch vor zehn Jahren haben nur wenige das Wachstum der externen finanziellen Stärke Chinas optimistisch eingeschätzt. Skeptiker haben eher die Schwächen des Landes betont.

Eine seltene Ausnahme ist Arvind Subramanian von der Brown University. In seinem Buch Eclipse: Living in the Shadow of China’s Economic Dominance von 2011 argumentierte er, Chinas Dominanz werde sich nicht nur schneller entwickeln, sondern auch umfassender sein, als fast alle erwarten würden – und das Land werde in den Bereichen, die von ihm umgestaltet werden, enormen finanziellen Einfluss gewinnen. Angesichts dieser Vorausschau wäre der Titel der chinesischen Übersetzung seines Buches – Die große Vorhersage – vielleicht passender gewesen.

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