China and Ethiopia railway AFP/Getty Images

Ein chinesisches Entwicklungshilfemodell

SINGAPUR – Im vergangenen Monat hat die Bill & Melinda Gates Stiftung einen Zwischenbericht über die Fortschritte bei den globalen Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs) der Vereinten Nationen veröffentlicht. Die Daten sollen nicht nur die Bemühungen zur Beseitigung extremer Armut und zur Verringerung vorzeitiger Todesfälle sichtbar machen, sondern zudem Überzeugungsarbeit leisten. Der Bericht ist zu dem Schluss gelangt, dass Länder mehr tun können, und tun müssen, um die globalen Herausforderungen auf unserem Planeten zu bewältigen.

Im Bericht der Gates-Stiftung wird dabei nicht das Potenzial eines einzelnen Landes hervorgehoben, „das Engagement der Welt für die Entwicklung“ zu bekräftigen. Vielmehr tragen „Staats- und Regierungschefs auf aller Welt“ die Verantwortung dafür, dass die SDGs bis 2030 erreicht werden. Wir glauben jedoch, dass es tatsächlich ein Land gibt, das mehr dazu beitragen kann als andere, unser aller Zukunft so zu gestalten, wie es durch die Umsetzung der Ziele für nachhaltige Entwicklung möglich ist: China.

Zwei Jahre nachdem sich die Weltgemeinschaft den SDGs verpflichtet hat, steht die internationale Entwicklungszusammenarbeit am Scheideweg. Die Vereinigten Staaten, seit langem auf Platz eins der Geldgeber für Entwicklungshilfe, kürzt die Mittel; Europa ebenfalls (wenn auch in geringerem Umfang). China hingegen hat unlängst erklärt, mehr globale Verantwortung übernehmen zu wollen und hat somit die Chance, die Vision und die Gewährung humanitärer Hilfe erneut zu bekräftigen.

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