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Wie sich ein Handelskrieg vermeiden lässt

CAMBRIDGE – Dem gesunden Menschenverstand und den Ansichten von Wirtschafts- und Finanzeliten zum Trotz scheint US-Präsident Donald Trump die Aussicht auf einen Handelskrieg zu genießen. Am 6. Juli traten seine jüngsten Handelsbeschränkungen in Kraft: Zölle von 25% auf chinesische Importe im Wert von etwa 34 Milliarden Dollar. Die Reaktion darauf waren Vergeltungszölle in gleicher Höhe auf US-Exporte nach China. Trump hat weitere Maßnahmen gegen China sowie Zölle auf Auto-Importe aus Europa angedroht. Und es bleibt die Möglichkeit, dass sich die USA unter seiner Führung aus dem Nordamerikanischen Freihandelsabkommen (NAFTA) zurückziehen werden, falls Mexiko und Kanada nicht zustimmen, dieses gemäß seinen Wünschen anzupassen.

Der Arbeiterschicht, die zu seiner Wahl beigetragen hat, hilft Trumps reflexartiger Protektionismus wenig. Enttäuschte Republikanische Kongressabgeordnete und unzufriedene Unternehmen, die ihn in anderen Fragen unterstützt haben, könnten ihn noch immer Grenzen setzen. Doch wer wie ich in Bezug auf Trumps Handelspolitik dachte, dass bellende Hunde nicht beißen, kommt inzwischen ins Grübeln darüber, wohin all dies führen könnte.

Doch bevor wir uns zu sehr von Katastrophenszenarien hinreißen lassen, sollten wir auch die Anreize anderer Länder bedenken. Trump mag sich durchaus einen Handelskrieg wünschen, aber allein kann er ihn nicht haben. Ein Handelskrieg erfordert, dass andere Länder Vergeltungs- und Eskalationsmaßnahmen einleiten. Und es gibt zwingende Gründe, warum sie das lassen sollten.

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