Xi Jinping poster Greg Baker/AFP/Getty Images 

Chinas Vision für die nächsten 30 Jahre

SHANGHAI – Alle fünf Jahre beruft die Kommunistische Partei Chinas einen Nationalkongress ein, auf dem zwei wichtige Entscheidungen getroffen werden: wer China im Laufe der nächsten fünf Jahre führen wird und welchem Entwicklungspfad diese Führung folgen wird. Der jüngst zu Ende gegangene 19. Nationalkongress der KPCh tat all dies und mehr.

Über die Auswahl des nächsten Ständigen Ausschusses des Politbüros hinaus wählte der 19. Parteikongress Präsident Xi Jinping erneut zum Vorsitzenden der KPCh und fügte seine gleichnamige Ideologie – „Xi Jinpings Gedankengut“ – der Charta der Partei hinzu. Der Kongress legte zudem eine Blaupause für die künftige Entwicklung des Landes bis 2050 vor, die die Veränderungen widerspiegelt, die Wirtschaftsreformen und Öffnung China gebracht haben.

Auf dem 13. Nationalkongress der KPCh im Oktober 1987 hatte die damalige chinesische Führung erklärt, dass die „wesentlichen Widersprüche“, vor denen das Land stünde, die zwischen „den zunehmenden materiellen und kulturellen Bedürfnissen der Menschen und der Rückständigkeit der gesellschaftlichen Produktion“ seien. Anders ausgedrückt: Die zentrale Herausforderung bestand in der Produktion von ausreichend Lebensmitteln, Kleidung und Büchern für alle Chinesen.

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