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Sind die Zentralbanken für die wachsende Ungleichheit verantwortlich?

CAMBRIDGE – Achtet man darauf, wie oft in den Reden der Zentralbanker heutzutage Phrasen wie „faires Wachstum“ oder „der Verteilungsfußabdruck der Geldpolitik“ vorkommen, wird klar, dass die Geldpolitiker wegen der zunehmenden Ungleichheit immer mehr unter Druck geraten. Aber ist die Geldpolitik für dieses Problem verantwortlich, und ist sie wirklich das richtige Mittel zur Umverteilung von Einkommen?

In letzter Zeit wurde die Politik der Zentralbanken in einem steten Strom von Kommentaren zum Haupttreiber der Ungleichheit erklärt. Die Logik dahinter ist einfach jene, dass die Preise von Aktien, Häusern, Kunst, Yachten und so gut wie allem anderen durch die extrem niedrigen Zinsen angeblich gnadenlos in die Höhe getrieben wurden. Davon würden die Wohlhabenden und insbesondere die Ultrareichen überproportional profitieren.

Auf den ersten Blick scheint dieses Argument überzeugend zu sein. Aber einer genaueren Untersuchung hält es nicht stand.

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