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Zentralasiens Weg zum Wohlstand führt durch Afghanistan

BISHKEK – Zum ersten Mal seit Jahrhunderten besteht die Möglichkeit, Zentral- und Südasien über moderne Transport- und Energiewege durch Afghanistan zu verbinden. Nach ihrer Fertigstellung würden diese Projekte die Sicherheitssituation in der eurasischen Region verändern, die regionale Wirtschaftstätigkeit erheblich steigern und möglicherweise endlich Frieden nach Afghanistan bringen. Sie könnten sogar die Große Seidenstraße wiederbeleben.

Fortschritte bei den geplanten Vorhaben sollten daher die einflussreichen Nachbarn der Region - Russland, China und Indien - und die Vereinigten Staaten interessieren, die in den letzten 20 Jahren mindestens 2 Billionen Dollar in Afghanistan ausgegeben haben. Doch der Großteil der Welt betrachtet Zentralasien als Terra incognita und hat den bedeutenden Entwicklungen der letzten Zeit bisher wenig Aufmerksamkeit geschenkt.

So besuchte der usbekische Außenminister Abdulaziz Kamilov im Februar drei zentralasiatische Länder - Kasachstan, Turkmenistan und Tadschikistan -, um sich deren Unterstützung für Transportprojekte mit Afghanistan und südasiatischen Ländern zu sichern. Kamilow reiste auf Geheiß des usbekischen Präsidenten Shavkat Mirziyoyev, der in seiner Botschaft an das Parlament des Landes am 29. Dezember die Zusammenarbeit mit Südasien und die Förderung des Friedens in Afghanistan als seine wichtigsten regionalen Prioritäten hervorhob.

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