Autos, Bomben und der Klimawandel

KOPENHAGEN – Ich sorge seit fast schon zehn Jahren bei vielen Klimaaktivisten mit meinem Hinweis für Verärgerung, dass es wesentlich bessere Methoden gibt der Erderwärmung Einhalt zu gebieten, als zu versuchen Regierungen davon zu überzeugen ihre Bürger zu zwingen oder durch finanzielle Anreize dazu zu bringen ihre Abhängigkeit von Treibstoffen, die Kohlendioxid ausstoßen drastisch zu verringern. Was meine Kritiker besonders stört, ist die Vorstellung, dass die Reduzierung von Kohlendioxid als Mittel zur Lösung des Problems schlimmer ist als das Problem selbst – oder dass dies, wirtschaftlich ausgedrückt, wesentlich mehr kosten würde als das Problem, das gelöst werden soll. Ihre Frage lautet: „Wie sollte das möglich sein? Wir sprechen hier schließlich über das Ende der Welt. Was könnte schlimmer – oder kostspieliger – sein als das?“

Sie haben nicht ganz Unrecht. Wenn uns tatsächlich, wie Al Gore es unlängst formulierte, „eine unvorstellbare Katastrophe“ bevorsteht, „die umfassende Präventivmaßnahmen zum Schutz der Menschheit wie wir sie kennen erfordert“, dann wäre kein Preis zu hoch, um der Erderwärmung Einhalt zu gebieten. Aber steht wirklich so viel auf dem Spiel?

Die Antwort lautet nein. Sogar die Szenarien bei ungünstigster Entwicklung, die Mainstream-Klimaforscher erstellen, – Szenarien, die weit über das hinausgehen, was in den Klimamodellen vorhergesagt wird, die auf allgemeine Übereinstimmung stoßen – sind nicht so schlimm, wie Al Gore es uns glauben machen will. So würde etwa ein Anstieg des Meeresspiegels um fünf Meter – mehr als acht Mal so viel wie der Weltklimarat der Vereinten Nationen erwartet und mehr als doppelt so viel wie wahrscheinlich physikalisch möglich ist – nicht die ganze oder auch nur den Großteil der Menschheit überschwemmen.

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