Christina Lagarde International Monetary Fund/Flickr

Der Weg zu einem Preissystem für Kohlendioxid-Emissionen

WASHINGTON, DC – Schon in sechs Wochen werden sich führende Persönlichkeiten aus der ganzen Welt in Paris einfinden, um ein neues globales Klimaschutzabkommen zu verhandeln.  Bislang haben 150 Länder Pläne präsentiert, in denen sie detailliert darlegen, wie sie ihre Ökonomien auf einen stabileren, kohlenstoffärmeren Kurs bringen wollen. Diese Pläne markieren die erste Generation von Investitionen, die es zu tätigen gilt, um eine wettbewerbsfähige Zukunft ohne jene gefährlich hohen Kohlendioxid-Emissionen zu gestalten, die derzeit für die globale Erwärmung verantwortlich sind.

Der Übergang in eine sauberere Zukunft erfordert sowohl staatliche Maßnahmen als auch Anreize für den privaten Sektor. Kern der Bemühungen sollte eine starke Politik sein, die einen Preis für Kohlendioxidbelastungen festsetzt. Höhere Preise für Kraftstoffe, Strom und industrielle Aktivitäten auf Kohlenstoffbasis werden Anreize für die Verwendung umweltfreundlicherer Kraftstoffe schaffen, für Energieeinsparungen sorgen sowie einen Schwenk in Richtung grüner Investitionen bewirken. Maßnahmen wie Steuern und Abgaben auf Kohlendioxid, Programme für den Emissionshandel und andere Mechanismen der Bepreisung sowie die Beseitigung ineffizienter Subventionen können Unternehmen und Haushalten die für langfristige Investitionen in eine klimafreundliche Entwicklung notwendige Gewissheit und Berechenbarkeit verschaffen.

Der Schwerpunkt des Internationalen Währungsfonds liegt auf der Reformierung der Steuersysteme seiner Mitgliedsländer. Die Einkünfte aus Steuern auf kohlenstoffintensive Brennstoffe sollen erhöht werden, während Einnahmen aus Steuern, die sich nachteilig auf die Wirtschaftsleistung auswirken - wie etwa Steuern auf Arbeit und Kapital - zu verringern sind. Die Bepreisung von Kohlendioxid muss also nicht in höhere Steuern münden, sondern kann durchaus zu intelligenteren und effizienteren Steuersystemen führen.

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