billman1_Buda MendesGetty Images_pantanal fire Buda Mendes/Getty Images

Wirtschaft für die Natur nutzbar machen

GENEVA – Die jüngste Ausgabe des Global Biodiversity Outlook der Vereinten Nationen, herausgegeben vom Übereinkommen über die biologische Vielfalt, ist keine erbauliche Lektüre. Wie der Bericht feststellt, ist die biologische Vielfalt von wesentlicher Bedeutung, um dem Klimawandel entgegenzuwirken, langfristige Ernährungssicherheit zu gewährleisten und künftige Pandemien zu verhindern. Und doch verfehlt die Welt jedes Ziel, das zu ihrem Schutz festgelegt wurde. Wenn sich dies ändern soll, muss die Wirtschaft einspringen.

Von der Energieindustrie bis zur industriellen Landwirtschaft ist der finanzielle Erfolg des Privatsektors zum Teil auf Kosten der Umwelt entstanden. Und mit fortschreitender Umweltzerstörung werden Naturkatastrophen immer häufiger - und immer verheerender. Dadurch steigen die materiellen und existenziellen Risiken für die Beschäftigten, die Lieferketten und die Gewinne der Unternehmen rapide an.

Allein in diesem Jahr hat die COVID-19-Pandemie - die bereits mehr als eine Million Todesopfer gefordert hat - die Lieferketten unterbrochen, die globale Nachfrage beeinträchtigt und die Weltwirtschaft in eine tiefe Rezession gestürzt. Gleichzeitig sahen sich Unternehmen in den Vereinigten Staaten mit massiven Waldbränden und Stromausfällen inmitten intensiver Hitzewellen konfrontiert. Auch das größte tropische Feuchtgebiet der Welt - das Pantanal in Brasilien - steht in Flammen. Und China und Afrika wurden von schweren Überschwemmungen heimgesucht. Es liegt eindeutig im Interesse der Unternehmen, die Ausbreitung und Eskalation solcher Katastrophen zu vermeiden.

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