Barcroft Media/Getty Images

Die britische Wirtschaft nach den Wahlen

MANCHESTER – Die jüngsten Wahlen in Großbritannien hätten – nach Aussage der Konservativen Partei – eigentlich für eine „starke und stabile“ Regierung sorgen sollen. Erreicht haben sie das Gegenteil. Mangels absoluter Mehrheit gibt es im Parlament nun eine Pattsituation, die noch in diesem Jahr weitere Wahlen erforderlich machen könnte.

Unterdessen tickt die Uhr für die britischen Verhandlungen mit den anderen 27 EU-Mitgliedern über den Austritt des Landes aus der Europäischen Union. Bedenkt man, wie herausfordernd und komplex die Brexit-Gespräche werden und wie schlecht die britischen Politiker und Beamten darauf vorbereitet sind, ist dies eine deprimierende Vorstellung.

Obwohl ein Parlament ohne absolute Mehrheit mit einer Tory-Minderheitsregierung – zumindest in Bezug auf die zukünftigen Handelsbeziehungen zur EU – eher einen „weicheren“ Brexit erwarten lässt, werden die Verhandlungen für die britischen Politiker dadurch noch erschwert. Die Briten müssen hoffen, dass die EU-Politiker etwas Mitleid mit ihnen haben. Immerhin haben die Wähler die klare Botschaft gesendet, dass sie kein Vertrauen in die möglichen Alternativen haben.

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