Durchatmen in Peking

In den letzten Tagen und Wochen waren im Fernsehen auf der ganzen Welt ständig Bilder der Pekinger Skyline unter einer Glocke aus Smog und Dunst zu sehen. Ausländische Journalisten tauchen plötzlich mit tragbaren Luftgütemessgeräten an Straßenkreuzungen auf und messen dort Ruß- und Staubbelastung. Alle scheinen darauf versessen, den Beweis zu erbringen, dass die Luft am Austragungsort ein entscheidender und belastender Faktor für eines der wichtigsten Sportereignisse der Welt sein wird.

Zweifellos steht Peking vor einer riesigen Herausforderung. Es herrschen echte und verständliche Bedenken im Hinblick auf die Gesundheit der Olympia-Teilnehmer, vor allem in den Ausdauer- und Langstreckendisziplinen wie Radfahren oder Marathon.

Allerdings ist die derzeitige Aufgeregtheit von beträchtlicher Amnesie begleitet. Schließlich war die Luftverschmutzung auch bei den Spielen in Los Angeles vor 24 Jahren eine große Sorge, obwohl sich nur wenige an jene Schweizer Marathon-Teilnehmerin erinnern, die vor Erschöpfung, Hitze und vielleicht auch aufgrund der Auswirkungen der Luftverschmutzung, taumelnd ins Ziel stolperte. Und auch bei den nachfolgenden Olympischen Spielen in Barcelona, Atlanta, Seoul und Athen war die Luftqualität ein Thema.

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