Ars Electronica/Flickr

Naturschutz auf dem neuesten Stand der Technik

BONN – Ein kleines Flugzeug befindet sich im Landeanflug. Ein Flughafen, eine Landebahn oder ein Pilot, der seine Landung steuern würde sind nicht in Sicht. Es handelt sich um ein unbemanntes Fluggerät, das von seiner Mission zurückkehrt: Es hat weder Terroristen zur Strecke gebracht, noch in fremden Ländern spioniert, sondern Nashorn-Populationen überwacht und Ausschau nach Wilderern gehalten, die Jagd auf Tiger machen.

Diese Drohne hat kein Strahltriebwerk von Rolls-Royce und auch kein Radar mit Apertur; stattdessen ist sie mit Google Maps, Kameras und einfachen Infrarotsensoren ausgestattet. Und sie kostet nicht mehr als ein durchschnittlicher Laptop.

Preiswerte neue Technologien dieser Art sind im Begriff, den Naturschutz nachhaltig zu verändern; und für das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP), das das Übereinkommen zur Erhaltung der wandernden wild lebenden Tierarten koordiniert, können diese neuen Instrumente für den Naturschutz gar nicht früh genug kommen. Sie schließen unsere Wissenslücken über die Wanderung von Arten über große Entfernungen, so etwa von Schildkröten, Haien, Elefanten und Vögeln. Die erhobenen Daten werden anschließend genutzt, um maßgeschneiderte Erhaltungsstrategien für diese verschiedenen Arten zu entwickeln.

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