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Boom, Pleite und Erholung in der Weltwirtschaft

NEW YORK – Die aktuelle globale Wirtschaftskrise wird als Greenspans Wahn in die Geschichte eingehen. Die Krise wurde in der Hauptsache vom Zentralbankrat der Vereinigten Staaten in der Zeitspanne von Mitte der 1990er Jahre bis heute verursacht, als Geld leicht zu haben war und die Deregulierung der Finanzmärkte betrieben wurde.

Diese Politik des einfachen Geldes, die von Regulierungsbehörden gestützt wurde, die es versäumten, zu regulieren, ließ in den USA und anderen Ländern zuvor ungekannte Immobilien- und Verbraucherkreditblasen entstehen, insbesondere in den Ländern, die Amerikas finanzpolitische Orientierung teilten. Die Blase ist nun zerplatzt, und diese Wirtschaftsnationen steuern auf eine steile Rezession zu.

Zentrale Ursache dieser Krise war der Anstieg der Immobilien- und Aktienpreise, die weitab der historischen Vergleichsmarken lagen. Greenspan schürte zwei Blasen – die Internetblase von 1998-2001 und die spätere Immobilienblase, die jetzt gerade platzt. In beiden Fällen führte ein Anstieg der Vermögenswerte dazu, dass die US-Haushalte dachten, ihr Vermögen hätte sich ungeheuer vermehrt, was sie zu einer massiven Steigerung ihrer Kreditaufnahme und Ausgaben verführte – für Häuser, Autos und andere langlebige Gebrauchsgüter.

Die Finanzmärkte gaben diesen Haushalten eifrig Kredite, teilweise weil die Kreditmärkte dereguliert waren, was als Einladung zur leichtsinnigen Kreditvergabe diente. Aufgrund des starken Anstiegs der Haus- und Aktienmarktpreise, erhöhte sich das Nettovermögen der US-Haushalte zwischen 1996 und 2006 um ca. $ 18 Billionen. Der durch diesen Wohlstand bedingte Konsumanstieg ließ die Wohnungspreise seinerseits weiter steigen und überzeugte so Haushalte und Kreditgeber, die Blase noch eine Stufe höher zu schrauben.