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Blind in Gaza und Jerusalem

LONDON –  Ich verbrachte Silvester in Sydney und sah mir das Feuerwerk über der weltberühmten Hafenbrücke an, mit dem das neue Jahr begrüßt wurde. Die Explosionen in dieser Nacht über Gaza waren nicht zur Unterhaltung gedacht, sondern zielten darauf ab, die Hamas zu zerschlagen und sie in den Augen der Palästinenser zu diskreditieren.

Mit dieser jüngsten Zuflucht zu schrecklicher Gewalt wollte man das Problem des friedlichen Nebeneinander in einem Gebiet lösen, das die Christen immer noch gerne als das Heilige Land bezeichnen. Mahatma Gandhi kritisierte die biblische Rechtfertigung der Vergeltung „Aug’ um Aug’, Zahn um Zahn“. Am Ende, so seine Argumentation, würde dies bedeuten, dass wir alle erblinden. Und das wurde nun in Palästina und Israel unter Beweis gestellt. Man ist blind in Gaza und blind in Jerusalem.

Ein Großteil der Geschehnisse war vorhersehbar. Weit über 1.400 Männer, Frauen und Kinder verloren ihr Leben und mehr als 4.000 Menschen wurden verwundet.

Erstens rechtfertigten die Vereinigten Staaten den israelischen Übergriff und ebenso wie man einst die Verantwortung für sämtliche Fehlschläge Jassir Arafat und der Fatah zuschob, gibt man heute für alles der Hamas die Schuld.