Armut und erneuerbare Energien

MIAMI – Laut UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon „schadet der Klimawandel in erster Linie und am stärksten den Armen.“ Das stimmt, denn die Armen sind am verwundbarsten und verfügen über die wenigsten Ressourcen, um sich anzupassen. Allerdings vergessen wir oft, dass sich Energie aufgrund der momentan angewandten Strategien gegen die globale Erwärmung stark verteuert und das schadet den Armen dieser Welt noch viel mehr.

Im Jahr 2012 wurden Solar- und Windenergie mit 60 Milliarden Dollar subventioniert. Das bedeutet, die Welt bezahlte 60 Milliarden Dollar mehr für Energie als nötig. Und weil der gesamte Klimanutzen magere 1,4 Milliarden Dollar betrug, wurden mit den Förderungen im Wesentlichen 58,6 Milliarden Dollar verschwendet. Weitere 19 Milliarden Dollar flossen in die Förderung von Biokraftstoffen, woraus sich im Grunde auch kein Nutzen für das Klima ergibt. Dieses ganze Geld hätte man verwenden können, um die Gesundheitswesen zu verbessern, mehr Lehrer einzustellen, bessere Straßen zu bauen oder die Steuern zu senken.

Indem man alle zwingt, kostspieliger zu kaufen, treiben weniger zuverlässige Energieträger die Kosten in der gesamten Wirtschaft nach oben, wodurch weniger Geld für andere öffentliche Güter zur Verfügung steht. Makroökonomische Modelle zeigen, dass sich die Gesamtkosten der EU-Klimapolitik von 2020 bis zum Ende des Jahrhunderts im Schnitt jährlich auf 209 Milliarden Euro belaufen werden.

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