deutz1en_ Alexis RosenfeldGetty Images_coral reef bleaching Alexis Rosenfeld/Getty Images

Die Schließung der Lücke bei der Naturfinanzierung

WASHINGTON, DC – Es heißt, wenn man politische Entscheidungen verstehen will, solle man „dem Geld folgen“. Von diesem Rat inspiriert haben wir uns bei The Nature Conservancy (in Partnerschaft mit dem Paulson Institute und dem Cornell Atkinson Center for Sustainability) die Zahlen vorgenommen, um zu sehen, was es kosten würde, die Artenvielfalt zu bewahren – die Mannigfaltigkeit und den Überfluss des Lebens auf der Erde.

Dabei haben wir herausgefunden, dass wir (Stand 2019) zwar weltweit 124 bis 143 Milliarden Dollar jährlich für wirtschaftliche Aktivitäten ausgeben, die der Natur nützen, aber noch viel mehr für solche, die ihr Schaden zufügen. Darüber hinaus müssen wir, um die Natur zu schützen und dann wieder aufzubauen, dringend eine jährliche Finanzierungslücke in Höhe von 598 bis 824 Milliarden Dollar schließen.

Diese Lücke hatte bereits verheerende Folgen. Zu Beginn dieses Jahrzehnts ist es der Welt nicht gelungen, auch nur ein einziges der Aichi-Ziele von 2010 zu erfüllen – des weltweiten Plans zur Bewahrung der Artenvielfalt. Jetzt ist ein anderer Plan in Arbeit: In den letzten beiden Jahren haben Wissenschaftler und Regierungsbeamte neue weltweite Zielvorgaben zum Umgang mit der Natur bis 2030 entwickelt, die auf der nächsten Konferenz der UN-Konvention für biologische Vielfalt (CBD COP15) im chinesischen Kunming eingeführt werden und deren erster Teil für Oktober geplant ist.

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