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Die große grüne Jobmaschine

NEW YORK – Manche fragen sich, wie man es sich mitten in den Kalamitäten der globalen Finanzkrise leisten kann, das Problem des Klimawandels in Angriff zu nehmen. Die Frage sollte aber lauten: Können wir es uns leisten, das nicht zu tun? 

Lassen wir zunächst die allseits bekannten Argumente beiseite  – dass nämlich die wissenschaftlichen Erkenntnisse eine klare Sprache sprechen, dass der Klimawandel eine unbestreitbare Bedrohung des Planeten darstellt und dass es mit jedem Tag, an dem wir nichts unternehmen, noch schlimmer wird. Beschränken wir uns stattdessen auf die rein ökonomischen Aspekte.

In Zeiten, da der globale Wirtschaftsmotor stottert, brauchen wir Wachstum. In Zeiten, da die Arbeitslosigkeit in vielen Ländern ansteigt, brauchen wir neue Arbeitsplätze. In Zeiten, da Hunderte Millionen von Menschen, vor allem in den am wenigsten entwickelten Teilen der Welt von Armut bedroht sind, brauchen wir die Aussicht auf Wohlstand. Wir haben die Möglichkeit, diese Ziele zu erreichen..

Ökonomen bei den Vereinten Nationen fordern einen „Grünen New Deal“ – in bewusster Anlehnung an die ermutigende Vision des amerikanischen Präsidenten Franklin Roosevelt während der Großen Depression in den 1930er Jahren. Aus diesem Grund wird das Umweltprogramm der Vereinten Nationen diese Woche ein Konzept zur Ankurbelung der Weltwirtschaft vorlegen, das sich gleichzeitig auch der größten Herausforderung unserer Tage annimmt  – dem Klimawandel.