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Wie man die Inflation anheizen und der Umwelt schaden kann

WASHINGTON, D.C. Die Inflation hat sich weltweit zu einem brandheißen politischen Thema entwickelt. In den USA ist der Verbraucherpreisindex im Mai mit einer Jahresrate von 8,6 % gestiegen, und die Inflation in der EU liegt nicht wesentlich niedriger. Die Grundursache des Problems ist, dass zu viel Geld zu wenig Waren nachjagt.

Die Verbraucher haben, als sie während der COVID-19-Pandemie ihre Ausgaben senkten, zunächst mehr als üblich gespart und dann nach Aufhebung der Lockdown-Beschränkungen ihre Einkäufe erhöht. Doch das Angebot stieg langsamer, weil es eine Weile dauerte, die Produktion wieder hochzufahren, und weil noch immer viele Arbeitnehmer erkrankten. Während Transportengpässe und der Mangel an Arbeitskräften das Produktionsniveau weiter beschränkten, übten steigende Haushaltsdefizite und die fortgesetzte ultralockere Geldpolitik bis 2022 zusätzlichen Druck auf die Preise aus.

US-Präsident Joe Biden sagt nun, dass seine Spitzenpriorität darin bestände „die Inflation nach unten zu bringen“. Die Washington Post freilich weist darauf hin, dass er in einer jüngsten Rede zu diesem Thema „die Ölgesellschaften und Transportkonglomerate attackierte“ und ihnen vorwarf, „übersteigerten Gewinnen nachzujagen, statt die Preise für die Verbraucher zu senken“. Nicht nur hätten die Ölgesellschaften es versäumt, die Produktion zu steigern, sondern „das Ozeantransportkartell“, so Biden, habe als Oligopol operiert und „seine Preise um bis zu 1000 % gesteigert“.

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