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Die sozialen Kosten des Kohlenstoffs richtig ansetzen

LONDON/NEW YORK – US-Präsident Joe Biden gebührt Lob für seine Zusage, die Vereinigten Staaten wieder an den globalen Bemühungen zur Bekämpfung des Klimawandels zu beteiligen. Allerdings müssen Amerika und die Welt auf diese Herausforderung in effizienter Weise reagieren.In dieser Hinsicht ist Bidens am 20. Januar unterzeichnete Präsidentenverfügung über die Einrichtung einer ressortübergreifenden Arbeitsgruppe zu den sozialen Kosten von Treibhausgasen ein besonders wichtiger Schritt.

Die Aufgabe dieser Arbeitsgruppe besteht darin, eine bessere Abschätzung jener der Gesellschaft (und dem Planeten) erwachsenden Kosten in Dollar abzugeben, die beim Ausstoß einer Tonne CO2 oder eines anderen Treibhausgases in die Atmosphäre entstehen. Dieser auch als soziale Kosten des Kohlenstoffs (SCC) bezeichnete Wert gibt politischen Entscheidungsträgern und Behörden eine Bewertungsgrundlage hinsichtlich des Nutzens öffentlicher Projekte und Bestimmungen zur Senkung der CO2-Emissionen – beziehungsweise jedes Projekts oder jeder Bestimmung, die sich indirekt auf die Emissionen auswirken könnte.

Einigt sich die Arbeitsgruppe auf einen niedrigen Wert, werden viele emissionsmindernde Projekte und Bestimmungen nicht umgesetzt, weil ihre Kosten den geschätzten Klimanutzen übersteigen. Es ist daher von entscheidender Bedeutung, diesen Wert richtig anzusetzen – und mit richtig meinen wir, einen höheren Wert als in der Vergangenheit.

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