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Peking profitiert von Taiwans Schwierigkeiten

Taiwan hat ein miserables Jahr hinter sich. Nach der ersten Euphorie (zumindest in einigen Kreisen) über die erstmalige Wahl eines Oppositionskandidaten zum Präsidenten im März 2000 ist anscheinend alles schief gelaufen. Für Menschen, die der chinesischen Tradition stark verbunden sind, ist diese scheinbar nicht enden wollende Serie von Taifunen, Überschwemmungen, Erdbeben, Feuerkatastrophen, Erdrutschen und Tankerunfällen, die Taiwan in letzter Zeit heimsuchten, ein Omen, das auf den Verlust des „Mandats des Himmels” hindeutet, was heißen soll, dass die allerhöchsten „Mächte” zu dem Schluss gekommen sind, dass die derzeitige Regierung unfähig ist zu regieren.