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Shakespeare und die Bankenregulierer

LONDON – Die Teams zur Bankenüberwachung der Bank of England „bekommen jetzt jede Woche das Äquivalent der gesamten Werke von Shakespeare als Lesestoff“. Dies sagt Huw van Steenis, der Verfasser eines neuen Berichts mit dem Namen „Future of Finance“, der vom aus dem Amt scheidenden Gouverneur der Bank, Mark Carney, in Auftrag gegeben wurde.

Man könnte allerdings das Wort „Äquivalent“ hinterfragen. An der Zeitlosigkeit und Sprachgewalt von Shakespeares Werk können sich bestimmt nur wenige regulatorische Schriftstücke messen: Und wäre dies der Fall, würde sie die Bank of England wohl an ihre Verfasser zurücksenden. Aber trotzdem ist van Steenis’ Bemerkung über die Menge der Berichte relevant. Das System der Bankenüberwachung ist höchst komplex geworden, und die Gefahr besteht, dass der Wald vor dem Hintergrund Tausender von Bäumen völlig aus den Augen verloren wird.

Das Team, das den Bericht verfasst hat, hat auch McKinsey and Company beauftragt, die Gesamtkosten dieser Berichterstattung für die Banken zu berechnen. McKinseys Schätzungen liegen bei 2,2-5 Milliarden Euro pro Jahr – eine ziemlich große Bandbreite, aber auch der niedrigere Wert ist immer noch eine sehr hohe Zahl, die einen erheblichen Einfluss auf die Profitabilität hat.

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