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Die Vorteile des Bottom-Up-Ansatzes

KUALA LUMPUR – Wenn Bangladesch in diesem Jahr 50 Jahre alt wird, hat das Land viel zu feiern. Die Fortschritte in der menschlichen Entwicklung sind im Vergleich zu den südasiatischen Nachbarländern außergewöhnlich. Das anhaltende Wirtschaftswachstum hat die extreme Armut reduziert - nicht zuletzt, weil die frühe Einführung von Mobiltelefonen an der Basis die Modernisierung von zuvor nicht vernetzten Dorfwirtschaften ermöglichte. Zudem ist Bangladesch widerstandsfähiger gegen Naturkatastrophen wie Zyklone und Überschwemmungen geworden, und auch die Fähigkeit des Staates, Krisen zu bewältigen, hat sich verbessert.

Bangladeschs positiver Kreislauf der technologiegestützten Entwicklung ist das Ergebnis einer jahrzehntelangen, nachhaltigen Zusammenarbeit zwischen Staat und NGOs, kombiniert mit einem Schwerpunkt auf Bottom-up-Initiativen zur Stärkung von Unternehmerinnen. Dieses Modell hat dem Land auch einen unerwarteten Vorteil bei der Bewältigung der wirtschaftlichen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie verschafft.

Obwohl viele Entwicklungsländer als Reaktion auf die Pandemie schnell neue Bargeldtransferprogramme einführten, erreichten nicht alle diese Programme die Armen gleichermaßen effektiv. Pakistan und Indien verließen sich bei der Auszahlung von Bargeldleistungen auf das traditionelle Bankensystem, während China sich für die Digitalisierung von Transferleistungen entschied. Aber beide Methoden haben erhebliche Teile der Bevölkerung ausgeschlossen.

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