Jon Krause

Ban Ki Moon und das Zeitalter der nachhaltigen Entwicklung

NEW YORK – Die Welt kann mit Erleichterung auf die in diesem Monat erfolgte Wiederwahl von Ban Ki Moon reagieren, der seine zweite Amtszeit als Generalsekretär der Vereinten Nationen antreten wird. In einer krisenanfälligen Welt ist globale Geschlossenheit besonders wichtig. Während der vergangenen fünf Jahre hat Ban Ki Moon diese Geschlossenheit verkörpert, sowohl durch seine einzigartige persönliche Diplomatie als auch in seiner Rolle als Chef dieser unverzichtbaren globalen Organisation.

Eine erfolgreiche Wiederwahl an die Spitze der UN ist nicht zu unterschätzen. Als Kopf einer Organisation mit 192 Mitgliedsländern, ist der Generalsekretär unweigerlich dem kräftigen Sog globaler Unstimmigkeiten ausgesetzt. Bei nahezu jedem Thema kann der Generalsekretär davon ausgehen, sich inmitten widerstreitender Gruppen von Ländern wiederzufinden. Dennoch ist es Ban gelungen, weltweit für ein Vertrauen in seine Führung zu sorgen, das ihm ein unangefochtenes und einstimmiges zweites Mandat sichern konnte.

Der Konsens zugunsten einer Wiederwahl Ban Ki Moons ist umso bemerkenswerter, als dieser die so genannten „P5“ einbezieht, die fünf ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrates – die Vereinigten Staaten, das Vereinigte Königreich, China, Frankreich und Russland. Diese fünf mächtigen Länder verdanken ihre Vorrangstellung einer nach dem Zweiten Weltkrieg getroffenen Regelung, aus dem sie als alliierte Siegermächte hervorgegangen waren. Gemäß der UN-Charta müssen alle fünf der Wahl eines jeden Generalsekretärs zustimmen. Ban Ki Moon hat sich den starken Rückhalt aller fünf ständigen Mitglieder erhalten.

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