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Lob auf den demografischen Wandel

LONDON – Alle zwei Jahre veröffentlichen die Vereinten Nationen ihre neueste Schätzung der zukünftigen Bevölkerungsentwicklung. Die Prognose für 2019 zeigt eine starke Kluft. In ganz Asien, Europa und Amerika ist die Bevölkerungsstabilität bereits erreicht oder wird bald erreicht sein, wobei die Medianprognose einen Anstieg von heute 6,4 Milliarden auf 6,5 Milliarden im Jahr 2100 nahelegt, was einem Anstieg von nur 2 Prozent entspricht. Im Gegensatz dazu prognostiziert die UNO, dass die Bevölkerung Afrikas von 1,34 Milliarden auf 4,28 Milliarden ansteigen wird.

Längerfristige Prognosen über einige Jahrzehnte hinaus hängen entscheidend von der Vorhersage der zukünftigen Fruchtbarkeitsraten ab, die von Natur aus unsicher sind. Aber in allen entwickelten Volkswirtschaften der Welt hat sich das derzeitige Fruchtbarkeitsmuster so lange gehalten, dass es wahrscheinlich ein stabiles Merkmal der menschlichen Gesellschaft bleiben wird.

In allen wirtschaftlich fortgeschrittenen Ländern sanken die Fruchtbarkeitsraten zwischen dem späten 19. Jahrhundert und den 1920er Jahren rapide, da Verhütungsmittel immer verfügbarer wurden und Frauen durch Bildung und eine stärkere Beteiligung an formalen Beschäftigungsverhältnissen zunehmend aus dem häuslichen Bereich befreit wurden. Doch nachdem sie in vielen Ländern zwischen den Weltkriegen unter zwei gefallen waren, stiegen die Fruchtbarkeitsraten in der unmittelbaren Nachkriegszeit wieder an und erreichten in Nord- und Westeuropa rund 2,4 und in Nordamerika knapp über drei.

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