palacio103_Christopher FurlongGetty Images_auschwitz Christopher Furlong/Getty Images

Gegen das Vergessen

MADRID – In dieser Woche versammeln sich internationale Staats- und Regierungschefs in Jerusalem, um des 75. Jahrestages der Befreiung des Nazi-Todeslagers Auschwitz zu gedenken. In einer Zeit, in der der Antisemitismus überall in der demokratischen Welt wächst, kann es nichts Wichtigeres geben, als sich der Lehren dieser schmerzlichen Vergangenheit zu erinnern.

Es sind schwierige Zeiten für die liberale Demokratie. Institutionen stehen unter Druck. Regeln und Normen werden in Frage gestellt und in einigen Fällen schamlos missachtet. Es findet eine zunehmende Polarisierung und Fragmentierung der Gesellschaften statt. Und die toxischen Ismen der Vergangenheit – Ethnonationalismus, Populismus, Antisemitismus – leben wieder auf.

Während Ethnonationalismus und Populismus seit Jahren die Debatten beherrschen – vor allem seit dem Brexit-Referendum und dem Wahlsieg von US-Präsident Donald Trump im Jahr 2016 – ist über das Wiederaufleben des Antisemitismus weniger diskutiert worden. Dabei gibt es in Hülle und Fülle erschreckende Beweise für diesen Trend.

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