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Der richtige Krieg für die USA und China

HONG KONG – Der Planet erwärmt sich – und mit ihm die globale Geopolitik. Weniger als zwei Monate vor der entscheidenden UN-Klimakonferenz (COP26) in Glasgow müssen sich die Vereinigten Staaten und China verpflichten, bei der Bewältigung der existenziellen Herausforderung, die die globale Erwärmung darstellt, zusammenzuarbeiten. Doch die bilateralen Beziehungen sind nach wie vor durch Misstrauen, Feindseligkeit und sogar Kriegstreiberei belastet.

Technisch gesehen sind sowohl die USA als auch China bereit, beim Klimawandel zusammenzuarbeiten. China möchte dies jedoch nur in einem breiteren Kontext eines konstruktiven Engagements tun. Die USA hingegen wollen eine „Klimakooperation à la carte“, damit sie ihre Politik der Eindämmung und des Wettbewerbs in praktisch allen anderen Bereichen aufrechterhalten können.

Diese Mentalität wurde letzte Woche mit der Ankündigung des sogenannten AUKUS-Sicherheitsbündnisses deutlich. Die USA und das Vereinigte Königreich haben nun vereinbart, fortschrittliche – und hochsensible – Technologien mit Australien zu teilen und es mit atomgetriebenen U-Booten zu versorgen. Ziel des Bündnisses ist es laut US-Präsident Joe Biden, das „Gebot der langfristigen Sicherung von Frieden und Stabilität im indopazifischen Raum“ zu fördern.

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